Strom aus PV-Anlagen kann genutzt werden, um unabhängig vom Stromnetz die Stromversorgung sicherzustellen. Hierbei orientiert sich die Planung einer solchen Anlage an den elektrischen Verbrauchern. Man benötigt im Gegensatz zur Netzeinspeise-Anlage zusätzlich zu den Modulen spezielle Wechselrichter, Laderegler und vor allem aufladbare Batterien, in denen der Solarstrom gespeichert werden kann. Mit diesen Komponenten können dann vielfältige Anwendungen umgesetzt werden:
Bei der ausschließlichen Verwendung von Gleichstromverbrauchern, wie z.B. speziellen Glühlampen oder Kühlschränken, kann auf einen Wechselrichter komplett verzichtet werden. Für herkömmliche Elektrogeräte wie Radio, Fernseher oder Computer wird der in den Batterien gespeicherte Solarstrom mittels eines Wechselrichters in herkömmliche und nutzbare 230-V-Wechselspannung umgewandelt.
Autarke PV-Lösungen werden häufig in Ferienhäusern oder Gebäuden ohne Stromanschluss eingesetzt.
Darüber hinaus bietet die Solartechnik auch die Möglichkeit, ein so genanntes Notstromsystem aufzubauen. Durch die Kombination mit einem Batteriesystem und einem speziellen Wechselrichter kann eine Netzeinspeise-Anlage zu einem Notstromsystem ergänzt werden. Der Solarstrom wird dabei im Normalfall von einem String-Wechselrichter ins öffentliche Stromnetz eingespeist und vergütet. Bei einem Stromausfall werden der gewonnene Solarstrom sowie die Energie aus den Batteriesystemen direkt zur Stromversorgung genutzt. |